Der Advent naht. Und die Beiträge über DIY-Adventkalender häufen sich. Auch für meine drei Süßen gibt es endlich einen selbst Genähten.
Die Häuschen sind zwar ein wenig "verwoadackel" (also schief und nicht ganz perfekt im Lot), aber dafür hat mir Momo ganz, ganz fleißig bei der Massenproduktion geholfen. Sie ist schon sehr geschickt an der Maschine, manchmal vielleicht ein wenig zu lässig ("Nein, das Fenster brauch ich nicht feststecken", "Jaja, die Wendeöffnung (*1cm!!*) ist sicher groß genug").
Da ich selbst keine Perfektionistin bin und mir (an Perfektion grenzende) Inperfektion doch sympathisch ist, gefallen mir die Häuser mit ihren Taschen vorne doch sehr gut.
Oben seht ihr 18 Häuser. Die anderen nehme ich morgen in die Schule mit, wo ich mit Momos Klasse nähen werde. Gespannt? Ich schon!!!!! Ich werde berichten...
Und weil ich eigentlich immer gerne nach einer Anleitung nähe, für diese Häuser aber einfach keine gefunden habe, gibt's von mir ein Tutorial für jene, die noch spontan 24 Adventkalenderhäuser nähen wollen.
Material:
Baumwollstoffe, Baumwollvlies, Filz, Bänder, Ösen, Perlmarker
Vorlagen:
- Wand:: 11x11 cm plus Nahtzugabe
- Tasche: 11x22 cm plus Nahtzugabe
- Dach: Länge 11cm, Höhe 8cm plus Nahtzugabe
Zuschnitt (pro Haus):
- Wand 2x, einmal mit BW-Vlies (aufbügeln)
- Tasche 1x, eine Hälfte mit BW-Vlies
- Dach 2x, mit BW-Vlies
- Fenster und Türen aus Filz
=> Bei weitem einfacher und schneller wird das Zuschneiden mit Schneidebrett und Rollschneider!
Nun geht's ans
Verzieren.
Falte die rechteckige Tasche in der Mitte, so dass das Vlies innen ist. Nähe Fenster und Türen beliebig auf. Achtung: der Bug muss oben sein!
Auch das Dach kann geschmückt werden. Um Zeit zu sparen (und da man die Rückseite doch eher sehen wird) habe ich immer nur die Vorderseite verziert.
Der nächste Schritt ist das
Zusammennähen.
Nähe das verzierte, vordere Dach an das Quadrat
ohne BW-Vlies dran. Nahtzugabe zurückschneiden und knappkantig absteppen.
Die zweite Dachhälfte nähst du genau so an das Quadrat
mit BW-Vlies.
Wichtig ist nun, dass du alles richtig zusammensetzt.
Lege zuerst die Wand mit dem verzierten Dach hin, darauf die Tasche mit den Fenstern und Türen. Das letzte, unverzierte Wand/Dachstück legst du mit der rechten Stoffseite nach unten drauf, also schöne Seite nach innen. Alles schön feststecken.
Da man ja keine unschöne Naht sehen soll, braucht man eine Wendeöffnung, die ich im Dach lasse. Vier bis fünf Zentimeter sollten reichen. Ich markiere Beginn und Ende der Öffnung meistens mit Stecknadeln (ist mir ja noch niiiiie passiert, dass ich sie einfach zugenäht habe.....). Dann einmal rundherum nähen. Anfang und Ende gut vernähen, damit beim Wenden nichts einreißt.
Damit das Haus auch an den Ecken hübsch aussieht, wenn es erst mal umgedreht ist, Nahtzugabe auf ca. 4mm zurück schneiden, die Ecken schräg abschneiden (nicht die Naht erwischen!).
Nun kommt für mich der Teil, der am schwierigsten und nervenaufreibensten ist: das Umdrehen. Habt ihr Kinder geboren? Dann wisst ihr, was ich meine.
Kurz vor der endgültigen Verzweiflung gelingt es dann doch. Meistens helfe ich mit einem Löffel nach um die Ecken schön herauszuarbeiten. Und dann sieht das Ganze schon so aus.
Die Wendeöffnung schließen (dazu in der Öffnung einfach auf beiden Seiten einschlagen und die Dachschrägen absteppen), Ösen einschlagen, füllen, fertig!
Viel Spaß beim Nachnähen!
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