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Dienstag, 15. September 2015

Aller Anfang ist leicht

Schulanfang war bei uns in der Steiermark gestern und meine Nini konnte es kaum mehr erwarten. Endlich, endlich, endlich ist auch sie ein Schulkind samt Schultasche, Schultüte und Schulanfängerkleid.


Nur dass die Schultasche am ersten Tag nicht schon mit allen Heften und Büchern bestückt war, hat der kleinen Dame nicht gepasst.


Von Momo ist die Volksschulserie nun komplett! Da bin ich ja schon gespannt, wie sich das bei Nini entwickeln wird - ob die wohl ihren heißgeliebten Kleidern und Röcken länger treu bleibt?



Euch allen wünsch ich ein schönes Schuljahr!
Nicole



Schnitt: Loreilei für Nini, Ottobre 1/2014, Nr. 32 für Momo
Stoffe: BW (z.B. Poppy) für Nini, löchriges Polyesterfutter für Momo
Verlinkt bei: Create in Austria, Creadienstag, Meitlisache, Kiddikram





Mittwoch, 9. September 2015

Wunderbar wandelbar

Kennt ihr das - ihr geht einkaufen, habt aber kein Sackerl dabei, weil es ja an der Kassa vorne meistens Kartons gibt. Aber eben gerade nicht heute. Ein neues Sackerl wollt ihr aber auch keines nehmen. Ich habe dieses Problem ab jetzt nicht mehr, zumindest, wenn ich mit meiner neuen genialen Tasche unterwegs bin. Die lässt sich nämlich ruck-zuck von einem sehr handlichen, kompakten Täschchen in ein Großraumwunder verwandeln.

Allein die Kompaktversion ist schon spitze, man kann den Reißverschluss außen mit großen Druckknöpfen befestigen oder aber ihn innen verstecken.



Dass die Tasche ein wenig verdreht aussieht, ist ganz richtig, der Boden ist nämlich ein Quadrat, das sozusagen auf der Spitze steht, die Öffnung der Tasche verläuft somit entlang einer der Diagonalen. Und hier sieht man auch schon den Vergrößerungstrick! Rings um den Boden verläuft ein Reißverschluss, unter dem sich noch was versteckt.


Vier Mal um die Ecke...


...und schon haben Milchpackerl, Paprika, Schuhe und Stoffe (je nachdem, was ihr halt gerne so einkauft ;-) ) Platz.


Beim Innenfutter habe ich an den Seiten weitere Druckknöpfe angebracht, so lässt es sich für die Kompaktversion schöner verkleinern und man gewinnt eine weitere Unterteilung.


Genäht habe ich übrigens aus Kunstleder, Polyester (für den Teil, den man bei Verkleinerung unter den Boden reinstecken muss, damit der Stoff in der großen Variante nicht faltig ist) und einem japanischen Traumkatzenbaumwollgewebe für's Innenfutter.


 Mit dem Ergebnis bin ich sowas von zufrieden!

Aber vielleicht kann mir die eine oder andere erfahrenere (Kunst)Ledertaschennäherin bei zwei Details weiterhelfen:

1. Ich habe zum Absteppen Knopflochgarn (oder Knopfgarn?) verwendet, da es ja dicker und strapazierfähiger ist. Ober- und Untergarn. Da hat mir die Fadenspannung aber einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht, die Unterseite des Geradstiches war nämlich nicht mehr herzeigbar, egal, in welche Richtung ich die Fadenspannung auch bewegt habe. So halbwegs zufriedenstellend wurde es erst, als ich das Knopfgarn in der Unterspule und normale Nähseide für oben verwendete bei maximaler Fadenspannung. Hm, naja, dann brauch ich ja gar kein dickeres Garn, wenn auf der einen Seite ja erst wieder nur Nähseide ist.
Habt ihr einen Tipp?

2. Bei gekauften Taschen sind die Kanten der Träger meistens irgendwie "veredelt", durch so eine Art Silikon oder Lack, keine Ahnung.
Wisst ihr, wie so was heißt und wo ich das bestellen kann?


Habt einen schönen Tag, ich geh jetzt shoppen ;-)


Schnitt: abgenommen, verändert und angepasst
Stoffe: Kunstleder, Polyester, Baumwolle
Verlinkt bei: Create in Austria, Rums

Donnerstag, 30. Juli 2015

Massenproduktion

Jede Mama eines tanzenden Kindes weiß, dass der Höhepunkt eines jeden Tanzjahres die Abschlussvorführung ist. Oft dient das gesamte zweite Semester als Vorbereitung zur Aufführung. Und noch öfter werden die Mamas für Kuchenbuffets, Schminkarbeiten, Taxidienste eingeteilt. Nicht so eine nähende Mama - die wird gebeten, zwanzig identische Mascherln für den Varietétanz zu liefern. Flugs eine der unzähligen Anleitungen in den weiten des Netzes geöffnet (weiß nicht mehr welche), Stoff, Satinband und Klettverschluss besorgt und hinter die Nähmaschine geklemmt.
 




Und dann sich an den steppenden Varietémädchen erfreut.

Aber apropos Massenproduktion: schon einmal daran gedacht, welchen Lohn die Näherinnen von Massenware bekommen und unter welchen Arbeitsbedingungen sie arbeiten? 

http://mami-made.blogspot.co.at/



Verlinkt bei: Freutag

Dienstag, 10. März 2015

Zum Geburtstag...

...konnte ich meiner Mama nun endlich ihre neue Tasche übergeben - gerade noch im letzten Moment, bevor ich sie mir selbst unter den Nagel gerissen hätte. Ist es der Schnitt, der mir so gut gefällt? Oder die Stoffwahl in Kombination mit dem Leder? Oder sollte die Tasche eine ewige Erinnerung an meine beim Entstehungsprozess blank liegenden Nerven sein??? Wie auch immer, sie ist weg und die nächste scharrt bereits wieder in den Löchern.

Bei meiner zweiten Summer June habe ich Laschen am Reißverschlussanfang und -ende dazu gebastelt, so lässt sie sich bei weitem leichter öffnen und schließen.

 
 
Der Stoff war Liebe auf den ersten Blick und passt perfekt zu meiner Mutter.
 
 

 
Darum musste er natürlich auch innen vorkommen, und das letzte Fitzelchen Stoff wurde ein Münztascherl beim Zipper.
 
 

 
Grenzüberschreitende Erfahrungen konnte ich beim Anbringen der Ketten und Nähen der Träger machen. Glaubt mir, ich wusste bis dahin noch nicht, wie sehr meine Nerven strapaziert werden können, und dass, obwohl der Alltag mit drei Kindern auch nicht immer so ganz, ganz ruhig abläuft. Was ich daraus gelernt habe? Erstens, dass sich Nadel und Kombizange wunderbar vertragen und das Nähen mit der Hand stark erleichtern. Zweitens, dass sich ein so toller Nähcomputer wie meiner mit sechs bis acht Lagen Leder nicht so wunderbar vertragt und der Umstieg auf meine einfache Hobby Pfaff die Sache stark erleichterte. Und drittens, dass sich auch robuste Ledernadeln mit sechs bis acht Lagen Stoff nicht so wunderbar vertragen und ich erst stark erleichtert war, als das Ding endlich fertig war.







 Was sind denn so eure Erfahrungen bei der Verarbeitung von Leder??

Ich wünsch euch einen schönen Tag,
Nicole


Schnitt: summer june von liebedinge
Stoff: alte Lederhose und Stoffladen
Verlinkt bei: Create in Austria, creadienstag, Upcycling-Dienstag






Donnerstag, 19. Februar 2015

Der Neue

Ein neuer Taschenschnitt ist bei mir eingezogen. Summer june von liebedinge, höchstpersönlich ausgesucht von meiner lieben Mama, die nach der letzten Ledertasche (hier) "Ich auch!!!" gerufen hat und sofort ihren Kleiderschrank und den meines Papas auf den Kopf stellte auf der Suche nach ausrangiertem Lederzeugs.
 
Aber den neuen Schnitt musste ich sowieso erst testen. Also ich nun meine Schachteln auf den Kopf gestellt auf der Suche nach halbwegs zusammenpassenden Baumwollstoffen. Und naja, was soll ich sagen, der genaue Betrachter wird feststellen, dass die Tasche drei unterschiedliche Rottöne zieren.
 



 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mit dem Ergebnis bin ich bis auch ein paar Kleinigkeiten sehr zufrieden.
Die Kleinigkeiten (mehr als Gedankenstütze für mich Nudelsieb, damit die nächste noch gefälliger wird):
- Cotton Stable ist als Vlies für Taschen ungeeignet. Für eine Probetasche gerade noch gut genug weil billig, aber sonst Hände weg bei der Taschenproduktion.
- Volumenvlies muss her, vor allem bei den vier Bögen, dann stehen die noch schöner.
- Was mir bei der Tasche selbst ein wenig abgeht, ist die Tatsache, dass sie neben dem Reißverschluss keinen Zipfl, also Lasche oder so, hat, um den RV leichter öffnen oder schließen zu können. So was werde ich das nächste Mal einbauen.
 
Abgesehen davon gefällt mir das Endprodukt sehr gut, habe es auch schon oft ausgeführt und werde weiter machen.
 
Und apropos: mittlerweile habe ich zwei alte Lederhosenschätze - einen von meiner lieben ehemaligen Nachbarin und treuen, stillen Leserin, extra aus dem Mostviertel hergeschickt (DANKE!!), und einen von mir. Mein Papa hat übrigens Herz-Rhythmus-Störungen bekommen, als ihm Mama ein vergilbtes, uraltes, längst aus der Mode gekommenes Ledersakko entwenden wollte.......
 
Herzlichst,
Nicole




Schnitt: summer june von liebedinge
Stoffe: von Ikea
Verlinkt bei: Create in Austria, RUMS

Sonntag, 4. Januar 2015

Katzen, Rüschen, Klopapier

NEIN, Nini leidet nicht an diversen Magen-Darmgeschichten. Doch als sie das Wort "Fototermin" hörte, rannte sie wie vom Blitz getroffen auf's Klo, um ihre "Accessoires" zu holen. Und so zeige ich euch heute etwas verrückte Bilder von meinem Mädchen in ihrem neuen und bereits heißgeliebten Katzenkleid.





 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Geht es euch auch so: ich habe so viele süße Baumwollstoffe im Regal, aber irgendwie greife ich automatisch zu den dehnbaren, egal ob Sommer oder Winter. Aber um das Nickikleidchen ein wenig aufzupeppen, habe ich oben einfach ein Stück durch Baumwolle ersetzt und unten eine fette Reihe Rüschen dran. Schließlich ist der Katzenstoff viel zu schade, um noch länger unangeschnitten herumzuliegen, oder?
























Den Schnitt habe ich schon lange nicht mehr genäht, ist eigentlich eine Tunika aus der Ottobre und hat wieder einmal bewiesen, dass für mich das Nähen für mein mittleres Kind nach wie vor am schwierigsten ist. Noch nie hat ein Schnitt auf Anhieb gepasst. Stimmt's mit der Weite, hapert's bei der Länge. Passen die Ärmel, klemmt's beim Ausschnitt. Oder halt irgendwas. Und auch hier musste von der Weite auf beiden Seiten je drei Zentimeter rausgenommen werden. Wurscht, jetzt sitzt es.
























Das Christkind war lieb, es hat mir einen Ruffler gebracht, etwas, das ich mir schon lange gewünscht habe und mich zukünftig doch öfter zu den Baumwollstoffen greifen lassen sollte. So lustig und schnell war Rüschenmachen noch nie. Und dank des neuen Vlies hat das auch mit der Ziernaht bei den Ärmeln ohne Wellen funktioniert :o)



Schnitt: Ottobre 4/2011, Nr. 17, bei einer Größe von 109cm Gr. 110 genäht, was viiiiel zu weit war
Stoffe: Nicki und Japanese 40's by 40's superfine cotton lawn Miroto Great Flower Designs
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Montag, 17. November 2014

Adventhäuschen


Der Advent naht. Und die Beiträge über DIY-Adventkalender häufen sich. Auch für meine drei Süßen gibt es endlich einen selbst Genähten.
 

Die Häuschen sind zwar ein wenig "verwoadackel" (also schief und nicht ganz perfekt im Lot), aber dafür hat mir Momo ganz, ganz fleißig bei der Massenproduktion geholfen. Sie ist schon sehr geschickt an der Maschine, manchmal vielleicht ein wenig zu lässig ("Nein, das Fenster brauch ich nicht feststecken", "Jaja, die Wendeöffnung (*1cm!!*) ist sicher groß genug").
Da ich selbst keine Perfektionistin bin und mir (an Perfektion grenzende) Inperfektion doch sympathisch ist, gefallen mir die Häuser mit ihren Taschen vorne doch sehr gut.

Oben seht ihr 18 Häuser. Die anderen nehme ich morgen in die Schule mit, wo ich mit Momos Klasse nähen werde. Gespannt? Ich schon!!!!! Ich werde berichten...

Und weil ich eigentlich immer gerne nach einer Anleitung nähe, für diese Häuser aber einfach keine gefunden habe, gibt's von mir ein Tutorial für jene, die noch spontan 24 Adventkalenderhäuser nähen wollen.



Material:
Baumwollstoffe, Baumwollvlies, Filz, Bänder, Ösen, Perlmarker

Vorlagen:
- Wand:: 11x11 cm plus Nahtzugabe
- Tasche: 11x22 cm plus Nahtzugabe
- Dach: Länge 11cm, Höhe 8cm plus Nahtzugabe

Zuschnitt (pro Haus):
- Wand 2x, einmal mit BW-Vlies (aufbügeln)
- Tasche 1x, eine Hälfte mit BW-Vlies
- Dach 2x, mit BW-Vlies
- Fenster und Türen aus Filz

=> Bei weitem einfacher und schneller wird das Zuschneiden mit Schneidebrett und Rollschneider!

 

Nun geht's ans Verzieren.
Falte die rechteckige Tasche in der Mitte, so dass das Vlies innen ist. Nähe Fenster und Türen beliebig auf. Achtung: der Bug muss oben sein!
Auch das Dach kann geschmückt werden. Um Zeit zu sparen (und da man die Rückseite doch eher sehen wird) habe ich immer nur die Vorderseite verziert.






 
 
 

Der nächste Schritt ist das Zusammennähen.
Nähe das verzierte, vordere Dach an das Quadrat ohne BW-Vlies dran. Nahtzugabe zurückschneiden und knappkantig absteppen.
Die zweite Dachhälfte nähst du genau so an das Quadrat mit BW-Vlies.









Wichtig ist nun, dass du alles richtig zusammensetzt.
Lege zuerst die Wand mit dem verzierten Dach hin, darauf die Tasche mit den Fenstern und Türen. Das letzte, unverzierte Wand/Dachstück legst du mit der rechten Stoffseite nach unten drauf, also schöne Seite nach innen. Alles schön feststecken.
 
 
Da man ja keine unschöne Naht sehen soll, braucht man eine Wendeöffnung, die ich im Dach lasse. Vier bis fünf Zentimeter sollten reichen. Ich markiere Beginn und Ende der Öffnung meistens mit Stecknadeln (ist mir ja noch niiiiie passiert, dass ich sie einfach zugenäht habe.....). Dann einmal rundherum nähen. Anfang und Ende gut vernähen, damit beim Wenden nichts einreißt.




 

 
 














Damit das Haus auch an den Ecken hübsch aussieht, wenn es erst mal umgedreht ist, Nahtzugabe auf ca. 4mm zurück schneiden, die Ecken schräg abschneiden (nicht die Naht erwischen!).
 

 
 
Nun kommt für mich der Teil, der am schwierigsten und nervenaufreibensten ist: das Umdrehen. Habt ihr Kinder geboren? Dann wisst ihr, was ich meine.





Kurz vor der endgültigen Verzweiflung gelingt es dann doch. Meistens helfe ich mit einem Löffel nach um die Ecken schön herauszuarbeiten. Und dann sieht das Ganze schon so aus.





 
Die Wendeöffnung schließen (dazu in der Öffnung einfach auf beiden Seiten einschlagen und die Dachschrägen absteppen), Ösen einschlagen, füllen, fertig!
 
 




Viel Spaß beim Nachnähen!

Verlinkt bei: creadienstag, Create in Austria, Kiddikram, Lady Stil, Weihnachtszauber